Lehmfarbe wird im Innenbereich verwendet. Sie wird als Pulver geliefert, mit Wasser angerührt und auf geeignete Wand- und Deckenflächen aufgetragen.
Für ein gutes Ergebnis sind vor allem drei Punkte wichtig: ein geeigneter Untergrund, die richtige Verarbeitung und das passende Werkzeug.
Diese Seite gibt dir den praktischen Überblick und führt dich zu den passenden nächsten Schritten.
Vor dem Streichen sollte geprüft werden, ob die Fläche fest, trocken, tragfähig und nicht versiegelt ist.
Lehmfarbe kann auf vielen Untergründen funktionieren, zum Beispiel auf Lehmputz, mineralischem Putz, Gipsputz, Gipskarton und tragfähigen Altanstrichen. Entscheidend ist immer der konkrete Zustand der Fläche.
Farbhaft-Lehmfarbe wird mit Wasser angerührt. Danach sollte die Mischung quellen, nochmals gründlich aufgerührt und in meist drei Anstrichen aufgetragen werden.
Die genaue Reihenfolge, das Mischverhältnis und Hinweise zum Trocknen findest du in der Anleitung.
Für die Verarbeitung brauchst du geeignetes Werkzeug zum Anrühren, Auftragen und Abdecken.
Auf der Werkzeugseite findest du passende Hilfsmittel für die Vorbereitung und den Auftrag der Lehmfarbe.
Lehmfarbe eignet sich für Renovierungen im Innenraum, für Neubauten und für viele Altbau-Situationen.
Sie passt besonders dort, wo ruhige, matte Wandflächen und eine diffusionsoffene Oberfläche gewünscht sind. Geeignet sind zum Beispiel Wohnräume, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Arbeitsräume, Flure und Deckenflächen.
Auch in gut gelüfteten Bereichen mit zeitweise höherer Luftfeuchtigkeit kann Lehmfarbe möglich sein, solange keine direkte Wasserbelastung entsteht.
Auch auf tragfähigen alten Anstrichen kann Lehmfarbe möglich sein. Wichtig ist, dass die Fläche sauber, trocken, fest und nicht versiegelt ist.
Bevor Lehmfarbe aufgetragen wird, sollte die Wandfläche geprüft werden.
Wichtig ist, dass der Untergrund fest, trocken, tragfähig und nicht versiegelt ist. Stark saugende, sehr glatte oder unsichere Flächen müssen genauer beurteilt werden.
Geeignet können zum Beispiel mineralische Putze, Lehmputz, Gipsputz, Gipskartonplatten, Raufasertapete und tragfähige Altanstriche sein. Auch alte Dispersionsfarben können möglich sein, wenn sie fest mit dem Untergrund verbunden und nicht versiegelt sind.
Wenn du nicht sicher bist, ob deine Fläche passt, ist die Untergrundprüfung der erste sinnvolle Schritt.
Lehmfarbe ist nicht wasserfest. Deshalb ist sie nicht geeignet für Duschbereiche, dauerhaft nasse Flächen, Flächen mit direktem Wasserkontakt oder stark beanspruchte Bereiche ohne Schutz.
Auch sehr glatte, versiegelte oder beschichtete Oberflächen müssen sorgfältig geprüft werden. Fliesen, Glas, Metall, Kunststoffflächen und dauerhaft feuchte Untergründe sind keine geeigneten Anwendungsuntergründe für Lehmfarbe.
Trifft einer dieser Punkte auf deine Fläche zu, ist meist ein anderes System sinnvoller.
Lehmfarbe wirkt besonders ruhig auf größeren zusammenhängenden Wandflächen, bei natürlichen Farbtönen und bei gleichmäßiger Lichtführung.
Die Oberfläche bleibt matt. Die Wirkung kann je nach Licht, Untergrund und Art des Auftrags unterschiedlich ausfallen.
Vergleiche die Farbtöne in Ruhe und schau, welche Wirkung zu deinem Raum passt.
Mit einem Muster kannst du Farbton, Oberfläche und Wirkung direkt auf deiner Fläche beurteilen.