Lehmfarben werden nicht nur wegen ihres Farbtons gewählt, sondern wegen ihrer Wirkung an der Wand.
Lehmfarbe ist eine Wandfarbe auf Basis von Lehm, Ton und mineralischen Bestandteilen. Sie wird als Pulver geliefert, vor dem Streichen mit Wasser angerührt und in trockenen Innenräumen verwendet.
Sie schafft matte, diffusionsoffene und nicht glänzende Oberflächen. Dadurch wirken Wandflächen ruhiger, weicher und materialnäher als bei vielen herkömmlichen Innenwandfarben.
Lehmfarbe bildet eine matte, nicht glänzende Oberfläche. Die Wand wirkt dadurch ruhiger und weniger technisch beschichtet.
Ton, Lehm, Marmormehl und feine Sande prägen die Oberfläche. Die Farbe bleibt sichtbar materialnah.
Die Oberfläche bleibt offen für Wasserdampf. Sie bildet keine dichte Kunststoffschicht auf der Wand.
Farbhaft-Lehmfarben werden trocken geliefert und erst vor dem Streichen mit Wasser angerührt.
Wände prägen einen Raum stärker, als es auf den ersten Blick scheint. Nicht nur der Farbton, sondern auch Oberfläche, Licht und Auftrag beeinflussen, wie eine Wand wahrgenommen wird.
Lehmfarbe schafft eine matte Oberfläche, die Licht weich aufnimmt. Die Wand wirkt dadurch ruhiger, zurückhaltender und weniger geschlossen beschichtet.
Je nach Licht, Blickwinkel und Auftrag kann eine Fläche leicht lebendig wirken. Sie bleibt ruhig, bekommt aber mehr Tiefe als eine sehr gleichmäßige, kunststoffartig beschichtete Oberfläche.
Lehmfarbe unterscheidet sich in einigen Punkten von vielen gebrauchsfertigen Wandfarben.
Typisch sind eine matte Wandwirkung, eine mineralisch geprägte Zusammensetzung und eine diffusionsoffene Oberfläche. Diffusionsoffen bedeutet, dass Wasserdampf von der Oberfläche aufgenommen und wieder abgegeben werden kann, ohne dass eine dichte Kunststoffschicht entsteht.
Farbhaft-Lehmfarben kommen ohne synthetische Bindemittel aus und werden als Pulver geliefert. Dadurch braucht die trockene Farbe keine Konservierungsstoffe wie viele fertig angerührte, flüssige Wandfarben.
Viele Dispersionsfarben enthalten Kunstharze als Bindemittel. Sie bilden eine andere Oberfläche und wirken an der Wand oft geschlossener.
Lehmfarbe ist anders aufgebaut. Sie wirkt matter, mineralischer und weniger beschichtet. Der Unterschied zeigt sich deshalb nicht nur im Material, sondern vor allem an der fertigen Wandfläche.
Wenn du den Materialaufbau genauer einordnen möchtest, findest du mehr dazu unter Lehm & Ton.
Lehm ist ein mineralischer Rohstoff und entsteht aus verwittertem Gestein. Als Baustoff wird Lehm seit langer Zeit verwendet.
Bei Lehmfarbe bleibt dieser Materialbezug an der Wand sichtbar. Die Oberfläche wirkt nicht wie eine reine Beschichtung, sondern eher matt, mineralisch und offenporig.
Lehmfarbe wird trocken als Pulver geliefert und erst vor dem Auftrag mit Wasser angerührt. Dadurch sind zugesetzte Konservierungsmittel nicht in derselben Weise nötig wie bei vielen gebrauchsfertigen, flüssigen Wandfarben.
Lehm kann Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und später wieder abgeben. Das ersetzt keine regelmäßige Lüftung, kann aber zu einer ausgeglichener wirkenden Wandoberfläche beitragen.
Hinweise zum Anrühren und Streichen findest du in der Anleitung.
Lehmfarbe passt besonders gut in trockene Innenräume, in denen eine ruhige, matte Wandwirkung gewünscht ist. Dazu zählen zum Beispiel Wohnräume, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Arbeitszimmer und Vorzimmer.
Lehmputz ist passend, aber nicht erforderlich. Wichtig ist ein fester, sauberer, trockener, tragfähiger und nicht versiegelter Untergrund.
Auch Gipskarton, Raufaser, mineralische Putze und tragfähige Altanstriche können je nach Zustand geeignet sein. Wenn du die Eignung besser einschätzen möchtest, findest du weitere Hinweise unter Geeignete Untergründe.
Wenn du die Wirkung von Lehmfarben besser einschätzen möchtest, sieh dir zuerst die Farbtöne an. Für die Auswahl im eigenen Raum helfen Muster & Farbkatalog.
Wenn du bereits bestellen möchtest, findest du alle Farbtöne und Gebindegrößen auf der Kaufseite.