Lehmfarbe ist mehr als ein Farbton auf der Wand. Ihre Wirkung entsteht wesentlich aus dem Aufbau der verwendeten Rohstoffe.
Lehm und Ton bilden die Grundlage der Farbe. Zusammen mit Marmormehl, feinen Sanden, Stärke und weiteren mineralischen Bestandteilen bestimmen sie, wie die Wandfläche wirkt, wie sie Licht aufnimmt und wie sich die gestrichene Oberfläche anfühlt.
Farbhaft-Lehmfarben werden als Pulver geliefert und vor dem Streichen mit Wasser angerührt. Dadurch bleibt der Materialcharakter der Farbe sichtbar: matt, mineralisch und nicht glänzend.
Ton ist ein sehr feiner mineralischer Bestandteil. Er ist wichtig für Bindung, Verarbeitung und die matte Oberfläche der Lehmfarbe.
Lehm ist ein natürliches Gemisch aus Ton, Schluff und Sand. In Lehmfarbe trägt er zur mineralischen Grundlage und zur Wandwirkung bei.
Marmormehl und feine Sande geben der Farbe Körper. Sie unterstützen den Auftrag und prägen die fertige Oberfläche.
Stärke unterstützt die Bindung der Farbe und hilft, das Kreiden der getrockneten Oberfläche zu verringern.
Ton ist der feinste mineralische Bestandteil. Lehm ist ein natürliches Gemisch aus Ton, Schluff und Sand. Der Tonanteil ist wichtig, weil er den Lehm bindefähig macht und mit Wasser plastisch verarbeitbar macht.
In Lehmfarbe bilden Lehm und Ton die Grundlage der Farbe. Beim Anrühren mit Wasser wird das Pulver streichfähig. Beim Trocknen entsteht eine feste, matte Oberfläche.
Deshalb ist Lehmfarbe nicht einfach eine eingefärbte Beschichtung. Sie ist eine Wandfarbe mit mineralischem Materialaufbau.
Lehmfarbe ist eine Wandfarbe für trockene Innenräume. Sie wird nicht nur wegen ihres Farbtons gewählt, sondern auch wegen ihres einfachen, mineralischen Materialaufbaus.
Anders als viele gebrauchsfertige Wandfarben bildet sie keine stark geschlossene Kunststoffschicht. Die gestrichene Fläche bleibt diffusionsoffen.
Diffusionsoffen bedeutet, dass Wasserdampf über die Oberfläche aufgenommen und wieder abgegeben werden kann. Das ersetzt keine regelmäßige Lüftung, beschreibt aber, dass die Oberfläche offen bleibt und nicht dicht versiegelt wird.
Ton und Lehm übernehmen in der Farbe die Grund- und Bindefunktion. Marmormehl und feine Sande geben der Farbe Körper und unterstützen den Auftrag.
Die Standard-Farbtöne entstehen aus der Zusammensetzung der Rohstoffe selbst. Je nach Farbton werden Ton, Lehm, Marmormehl und feine Sande unterschiedlich kombiniert. Es handelt sich also nicht um eine klassische Pigmentierung der regulären Farbtöne.
Stärke ist in jeder Farbhaft-Lehmfarbe enthalten. Sie unterstützt die Bindung und hilft, das Kreiden der getrockneten Oberfläche zu verringern.
Auch Glimmer ist als mineralischer Bestandteil enthalten. Er wird hier nicht als Glitzereffekt verstanden, sondern als Teil des mineralischen Materialaufbaus.
Mehr zur Herkunft der Rohstoffe und zur Herstellung findest du unter Herkunft und Herstellungspartner.
Der Materialaufbau beeinflusst, wie eine Wandfläche später wirkt. Lehmfarbe bildet keine völlig glatte, geschlossene Beschichtung, sondern eine matte, mineralisch geprägte Oberfläche.
Dadurch nimmt die Wand Licht weicher auf und wirkt ruhiger: nicht glänzend, nicht hart und weniger technisch beschichtet.
Gerade dieser Unterschied macht Lehmfarbe interessant, wenn eine Wand nicht glatt beschichtet, glänzend oder künstlich wirken soll.
Viele Dispersionsfarben enthalten Kunstharze als Bindemittel. Sie sind anders aufgebaut und bilden an der Wand eine andere Oberfläche.
Lehmfarbe ist als Wandfarbe anders zusammengesetzt: Ton, Lehm, mineralische Füllstoffe und weitere Bestandteile bilden die Grundlage der Farbe. Dadurch entsteht keine typische Kunststoffbeschichtung, sondern eine matte, mineralisch geprägte Oberfläche.
Lehmfarbe kann als Naturfarbe eingeordnet werden. Der Begriff Naturfarbe allein sagt aber noch nicht genau, wie eine Farbe aufgebaut ist oder wie sie sich an der Wand verhält. Auch natürliche oder naturbezogene Farben können sehr unterschiedlich zusammengesetzt sein.
Deshalb ist Lehmfarbe der präzisere Begriff. Entscheidend sind Rohstoffe, Aufbau und die fertige Oberfläche an der Wand.
Lehmfarbe ist sinnvoll, wenn du eine ruhige, matte und mineralisch wirkende Wandoberfläche möchtest. Sie passt besonders gut in trockene Innenräume. Entscheidend ist nicht Lehmputz, sondern ein geeigneter Untergrund.
Lehmfarbe passt, wenn eine Wand nicht glänzend, glatt beschichtet oder künstlich wirken soll. Die Oberfläche bleibt matt, mineralisch und zurückhaltend.
Die Wirkung von Lehmfarbe hängt von Farbton, Licht, Raum und Auftrag ab. Für die Auswahl helfen die Farbtöne im Überblick sowie reale Muster & Farbkatalog.
Lehmputz ist passend, aber nicht erforderlich. Wichtig ist ein fester, sauberer, trockener, tragfähiger und nicht versiegelter Untergrund.